Lebensdaten Mittenwalder Geigenbauer

Die Lebensdaten der Mittenwalder Geigenmacher finden sich in den Pfarrmatrikeln.

Die Geburts- und Taufbücher sind seit 1615 erhalten,  die Sterbebücher seit 1668 und die Trauungsbücher seit 1703.

Im Taufbuch fehlen die Eintragungen von 16.08.1657 bis 12.01.1659 und 21.03.1773 bis 06.07.1773

Zusätzlich wurde das Familienregister der Marktgemeinde Mittenwald, das ab etwa 1830 geführt wurde, mit einbezogen.

1803 bekam Mittenwald die erste Häusernummerierung, die zweimal verändert wurde.

Im "Mittenwalder Häuserbuch“ (Richard Pesl, Das Mittenwalder Häuserbuch, Mittenwald 2004) sind alle Hauseigentümer der jeweiligen Häuser zusammengefasst.

Die Lebensdaten der Familie Kloz wurden teilweise bereits von Josef Baader 1880 in seiner „Chronik des Marktes Mittenwald“ veröffentlicht.

Mathias Kloz und seine Söhne wurden in den amtlichen Unterlagen der Marktschreiber bis ca. 1800 als Lautenmacher bezeichnet, ebenso in den Kirchenbüchern.

1702 kam Pfarrer Joh. B. Kipfinger aus Weilheim, Doktor der Theologie, nach Mittenwald und führte ab ca. 1719 die lateinisierte Berufsbezeichnung „ Plectropeus“ für den Beruf des Geigenmachers ein, den auch seine Nachfolger bis Anfang des 19. Jahrhunderts beibehielten. Danach schrieb man „Geigenmacher“ in die Kirchenbücher.

Im Lauten- und Geigenbauzentrum Füssen dagegen wurde der Begriff „Plectropeus“ nie verwendet.

Die Quellenangabe „Archiv W.Z.“ bezeichnet Photographien und Aufzeichnungen zu Instrumenten, Zetteln und Mittenwalder Geigenmachern, die Wolfgang Zunterer für seine Forschungstätigkeit über den Mittenwalder Geigenbau gesammelt oder angefertigt hat.

Die Hinweise „abgebildet in W. Hamma“ beziehen sich auf das Buch Walter Hamma, Geigenbauer der deutschen Schule des 17. bis 19. Jahrhunderts, Tutzing 1986.

Der Hinweis GBM Nr.111 bedeutet Geigenbaumuseum Mittenwald Inventarnummer 111 

William L. Monical, Shapes of the Baroque. The Historical Development of Bowed String Instruments. New York 1989.

Stand: Oktober 2015


Geigenbauer